Augen Laseroperation - diese Gefahren gibt es beim Lasern

Sehfehler mit Korrekturgläsern zu beheben, hat auch viele Nachteile. Brillen oder Kontaktlinsen können Abbildungsfehler erzeugen. Zudem verträgt nicht jeder Kontaktlinsen und Brillen.

Sie behindern außerdem bei vielen Sportarten wie zum Beispiel bei Ballsportarten. Kein Wunder also, dass als nächste Alternative die refraktive Chirurgie als Ausweg gesehen wird. Sie hat das Ziel Fehlsichtigkeiten - wie zum Beispiel Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Stabsichtigkeit - mit einem kurzen operativen Eingriff zu beheben.

Die refraktive Chirurgie findet zunehmend Anklang bei betroffenen Menschen mit Fehlsichtigkeit, trotz der relativ hohen Kosten. In Deutschland unterziehen sich jährlich 100.000 bis 150.000 Menschen einer refraktiven Laser-Operation mit zunehmender Tendenz. Um die hohen Kosten einer Behandlung zu senken, ist auch zunehmend ein sogenannter „Augenlaser-Tourismus“ zu günstigeren ausländischen Anbietern zu verzeichnen, nicht immer ohne Folgen für die Betroffenen.

Die Risiken einer Laser-Operation werden als gering angegeben, wenn eine gute und qualitativ hochwertige Voruntersuchung sowie eine vernünftige wie richtige Indikationsstellung vorgenommen werden. Die Anwesenheit der beiden Worte „wenn“ und „richtig“ in einem Satz sollte zu denken geben, bevor sich auf eine in der Regel irreversible Operation am gesunden Auge eingelassen wird.

Laser-Behandlungen gibt es seit 1985 und Lasik-Behandlungen seit 1995. Damit werden Spätfolgen der ersten Behandlungen jetzt erst sichtbar, wie zum Beispiel krankhafte Hornhautausstülpungen (Keratektasien), welche die Sehkraft vermindern. Daraus folgt die heutige Erkenntnis, dass manche Fehlsichtigkeiten (zum Beispiel eine Kurzsichtigkeit -15 Dioptrien) nicht gelasert werden darf. Risikofreiheit ohne „wenn“ und „richtig“ finden Sie nur bei einem Sehtraining.

Sie sollten eine augenärztliche Untersuchung jeder Entscheidung voranstellen, damit Augenkrankheiten nicht verschleppt werden.

 

Die entscheidende Voruntersuchung vor einer Laser-Operation

Ob und welche Art der Behandlung infrage kommt, ist von dem Ergebnis der Voruntersuchung abhängig. Hauptsächlich dient sie dazu, die Fehlsichtigkeit zu berechnen, die Hornhautdicke zu bestimmen und Augenerkrankungen auszuschließen. Es ist ratsam für Träger von Kontaktlinsen, vor der Voruntersuchung 1 Woche (weiche Kontaktlinsen) oder 2 Wochen (harte Kontaktlinsen) keine Kontaktlinsen zu benutzen.

Die Voruntersuchung sollte folgende Punkte berücksichtigen:

  • Anamnese: Krankheitsvorgeschichte und Patientengespräch der Wunschvorstellung zur Sehkraft
  • Visus und Refraktion: Brechkraftbestimmung der Fehlsichtigkeit
  • Pachymetrie: Bestimmung der Dicke der Hornhaut
  • Hornhauttopografie: Bestimmung der Beschaffung und Verkrümmung der Hornhaut
  • Pupillometrie: Bestimmung der Pupillengröße
  • Tonometrie: Bestimmung des Augeninnendrucks
  • Analyse des Tränenfilms: Feststellung der Zusammensetzung des Tränenfilms
  • Biometrie: Augapfelvermessung
  • Untersuchung der Netzhaut: Beurteilung der Netzhaut

Grundsätzlich sollte der Patient mindestens 18 Jahre alt sein, Experten empfehlen sogar 25 Jahre alt. Die Fehlsichtigkeit sollte mindestens seit 2 Jahren unverändert stabil sein.

Für wen eignet sich eine Laser-Behandlung der Augen nicht?

Es gibt Gründe bzw. Ausschlusskriterien, welche gegen eine Laser-Behandlung sprechen. Dabei wird zwischen relativen und absoluten Kontraindikationen unterschieden. In der Regel lassen die absoluten Ausschlusskriterien auch keine Ausnahme zu. Wird eine relative Kontraindikation gestellt, liegt es im Ermessen des behandelnden Arztes.

Beträgt die Hornhautdicke weniger als 0,5 Millimeter, ist eine zusätzliche Schwächung durch eine Laser-Behandlung der Hornhaut nicht vertretbar. Auch Augenkrankheiten, wie zum Beispiel eine Makuladegeneration oder der Grüne Star, sprechen gegen eine Laser-Behandlung. Zu den Kontraindikationen gehört ebenfalls der Graue Star, kann jedoch im Vorfeld zuerst behandelt werden und dann evtl. eine Laser-Behandlung ermöglichen.

Neben vorliegenden Augenerkrankungen gehören zudem eine Schwangerschaft oder Erkrankungen, wie Diabetes und Rheuma zu den Kontraindikationen. Bei einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme kann es, je nach Medikament und Wirkung, ebenfalls zu einem Ausschlusskriterium für Laser-Behandlungen kommen.

Du merkst jetzt bestimmt, dass neben dem normalen Risiko einer Laser-Behandlung unter günstigen Voraussetzungen ein weiteres Risiko besteht: eine fehlerhafte oder unzureichende Voruntersuchung zu erhalten.
Wird eine krankhafte Hornhautvorwölbung (Keratokonus) oder sehmindernde Netzhauterkrankungen übersehen, kann dies bei einer durchgeführten Laser-Behandlung zu schweren Folgen führen. Vergewissere Dich vor allem bei Behandlungen im Ausland nach dem vorliegenden Gesundheitsstandard und deren Einhaltung. Frage Dich zudem, wie enorme Preisunterschiede für die gleiche Behandlung möglich sind.

In den USA zum Beispiel, bedarf es zur Durchführung einer Laser-Behandlung am Auge keiner spezielleren Qualifikation außer Arzt zu sein, egal um welche Art von Arzt es sich dabei handelt. Ein Gynäkologe oder Kinderarzt kann nach einem Besuch der Wochenendseminare der Laser-Hersteller bereits vollkommen legal eine Laser-Behandlung durchführen. Solltest Du Dich für eine Augenoperation entscheiden, achte unbedingt zuliebe Deiner Gesundheit auf eine Augenklinik mit Fachärzten für Augenheilkunde und Augenoperationen. Weitere Qualifikationen stellen in Europa der von der „Europäischen Fachgesellschaft für Augenheilkunde“ vergebene Titel „FEBO“ (Fellow of the European Board of Ophthalmology) dar. Genauso ist ein „Zertifizierter Spezialist für spezielle plastisch-rekonstruktive und ästhetische Chirurgie in der Augenheilkunde” (DOG/BVA-Zertifikat) vertrauenswürdig.

Erkundige Dich zudem, wie viele (erfolgreiche) Augenoperationen bereits von dem Arzt durchgeführt wurden.

 

Welche Risiken und mögliche Folgen gibt es bei einer Laser-Behandlung?

Auch die Wiederherstellung einer Sehschärfe zu 20/20 bedeutet nicht, dass es keine anderen Einschränkungen mehr gibt oder diese sogar erst durch die Laser-Behandlung entstehen. So haben zum Beispiel viele Patienten nach einer Laser-Behandlung Probleme beim Sehen im Dämmerlicht oder bei Dunkelheit.

Nebenwirkungen können temporär sein und einige Wochen bis Monate anhalten, aber auch dauerhafte Einschränkungen sind möglich. Mit zunehmender Fehlsichtigkeit die korrigiert werden soll, steigt auch die Wahrscheinlichkeit der Nebenwirkungen.

Zu den meist vorübergehenden Nebenwirkungen zählen unter anderem:

  • Lichtempfindlichkeit: Erhöhte Sensibilität gegenüber Licht
  • Beeinträchtigte Nachtsicht: Verringerte Sehkraft bei Dämmerung und Blendeffekte bei Nacht
  • Fremdkörpergefühl im Auge
  • Trockenheitsgefühl
  • Geringfügig verschwommene Schärfe
  • Halos: Erkennbare Lichterscheinungen und Lichthöfe um Lichtquellen
  • Gestörter Heilungsprozess: Zum Beispiel Infektionen oder Hornhautentzündungen
  • Doppelbilder und Schwindelgefühl: Werden beide Augen im zeitlichen Abstand mehrerer Tage gelasert, kann es zu vorübergehenden Sehstörungen kommen.

Zu den möglichen dauerhaften Nebenwirkungen zählen:

  • Dauerhaft trockene Augen: (Ausfall der Tränendrüse)
  • Keratektasie: Hohes Risiko einer Hornhautvorwölbung
  • Unterkorrektur/Überkorrektur: Es ist eine erneute Lasik notwendig bzw. möglich
  • Einschränkung des Kontrastes beim Sehen
  • Licht- Blendempfindlichkeit: Vorwiegend Nachts

Zudem gelten nach der Laser-Behandlung für den Patienten vorübergehend bestimmte Verhaltensweisen:

  • Keine Saunabesuche
  • Keine Augenkosmetik auftragen
  • Nicht an den Augen reiben oder kratzen
  • Nicht ins Schwimmbad gehen
  • Kein Wasser an die Augen lassen
  • Schwitzen möglichst vermeiden (kein aktiver Sport)

Augentraining für ein besseres Sehen

Findest Du in einem Sehtraining eine Alternative, welches ohne chirurgischen Eingriff Dich von Deiner Sehschwäche befreit, musst Du Dir keine Gedanken über vorübergehende oder dauerhafte Nebenwirkungen machen, denn Sehtraining ist absolut risikofrei. Das gilt natürlich auch für die Risiken und Nachteile, welche durch die Verwendung von Kontaktlinsen und Brille entstehen können.

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